Wohnung für Familie mit Kindern: So wird das Zuhause zum Wohlfühlort
Aus Stadtwiki Strausberg
Das Bad war die größte Baustelle. Winzig, aber mit Badewanne und Dusche. Ich habe über dem Klo ein Regal für Handtücher angebracht, und unter dem Waschbecken stehen Körbe für Putzmittel. Ein Klapptisch fürs Wickeln war Gold wert, denn er verschwindet nach der Nutzung. Der Boden ist aus rutschfestem Vinyl, leicht zu reinigen. Die Kinder lieben das Planschen in der Wanne, und ich habe endlich einen Ort, wo alles seinen Platz hat.
Ein häufiges Problem in Altbauwohnungen sind die Heizkörper, die oft alt und ineffizient sind. Ich ließ sie durch moderne Rippenheizkörper ersetzen, die besser in die Nischen passten. Die Rohre verkleidete ich mit einem Holzkasten, der gleichzeitig als Ablage für Bücher diente. In den Übergangszeiten half ein Kaminofen, der im Wohnzimmer stand und eine gemütliche Atmosphäre schuf. Ich stellte einen Korb mit Holzscheiten daneben, der gleichzeitig als Dekoration diente. Die Fenster waren einfach verglast, also brachte ich dichte Vorhänge an, die die Kälte draußen hielten. Bodenbelag im Wohnzimmer Winter legte ich einen dicken Fellteppich auf die Dielen und zog einen Pullover über die Füße. Die Altbauwohnung lebt von diesen Details, die sie einzigartig machen.
Die Verbindung zwischen den Räumen war anfangs schwierig, weil die Türen nicht auf einer Achse lagen. Ich öffnete den Durchgang zwischen Küche und Wohnzimmer, indem ich die Tür durch einen breiten Bogen ersetzte. Das schuf einen offenen Grundriss, ohne die historische Substanz zu zerstören. Die Farbe der Wände zog ich durch alle Räume: ein warmes Beige, das die Stuckdecken hervorhob. In der Diele stellte ich eine mit einer Lampe darauf, die den langen Flur beleuchtete. Ein großer Spiegel an der Wand verdoppelte das Licht aus dem Wohnzimmer. Die Türschwellen ließ ich aus Eichenholz, um den Übergang weicher zu machen. Gäste bemerkten sofort, wie fließend die Wohnung wirkte, obwohl sie eigentlich aus einzelnen Kästchen bestand. Es war diese Kombination aus Charme und cleveren Lösungen, die die Altbauwohnung zu einem Zuhause machte.
Die Küche in meiner Altbauwohnung war winzig, vielleicht 6 Quadratmeter, mit einer Nische für den Herd. Ich stellte fest, dass offene Regale besser funktionieren als Oberschränke, weil sie den Raum nicht erdrücken. Statt einer massiven Arbeitsplatte wählte ich eine schmale Ausführung aus Eichenholz, die ich auf Maß zuschneiden ließ. Das Problem war der fehlende Platz für eine Spülmaschine. Also integrierte ich eine kompakte Geschirrspüler unter der Arbeitsfläche, die nur 45 Zentimeter breit war. Die Wände strich ich in einem sanften Salbeigrün, das die Morgensonne einfing und den Raum größer wirken ließ. Ein Magnetleiste für Messer und ein ausziehbarer Gewürzhalter in der Schublade halfen, die Arbeitsfläche freizuhalten. Für Gäste, die auf dem Weg durch die Wohnung in die Küche schauten, war es immer eine Überraschung, wie effizient dieser kleine Raum sein konnte.
Das Wohnzimmer war der größte Raum mit etwa 20 Quadratmetern, aber es musste auch als Gästezimmer dienen. Ich brauchte eine Lösung für Übernachtungsbesuche, ohne dass der Raum dauerhaft wie ein Schlafzimmer aussah. Nach langem Suchen fand ich eine kanapa z funkcja spania mit einem mechanizm DL, der das Ausklappen zum Kinderspiel machte. Die Tapete mit feinem Damastmuster an einer Wand zog die Blicke auf sich, während die anderen Wände in hellem Creme blieben. Der Couchtisch aus massivem Kiefernholz war niedrig genug, um das Sofa nicht zu dominieren. Ich stellte zwei Sessel aus den 1950er Jahren dazu, die ich auf dem Flohmarkt fand und mit einem neuen Bezug in Senfgelb versah. Ein großer Spiegel gegenüber dem Fenster reflektierte das Licht und öffnete den Raum. Der Teppich mit geometrischem Muster lag unter dem Sofa und verdeckte die Kratzer im Parkett.
Die größte Herausforderung war für mich der Flur. Ein schmaler Schlauch, in dem Jacken, Schuhe und Taschen um den Platz kämpfen. Hier half mir ein schmales Regal mit Klappen, in dem ich Schals und Mützen griffbereit halte. Aber der eigentliche Gamechanger war, auch hier das Prinzip des Stauraums anzuwenden. Ich habe einen kleinen Hocker mit Deckel, in den Gästeschuhe wandern. Plötzlich liegt nichts mehr auf dem Boden herum. Die tägliche Routine des Ablegens wurde einfacher, und die Ordnung zu Hause begann schon an der Eingangstür, ohne dass ich ständig hinterherräumen muss.
Ich bin ein Fan von Möbeln, die mehrere Leben führen. Eine wersalka zum Beispiel ist für mich ein Wunderwerk der Raumplanung. In meiner Studentenbude hatte ich eine, die tagsüber als Sofa diente und nachts zum Bett wurde. Heute nutze ich eine Variante mit einer tieferen Sitzfläche, die auch als Loungemöbel für Filmabende taugt. Der Trick ist, dass ich sie nicht ständig umbauen muss. Sie steht einfach da, und wenn Besuch kommt, ziehe ich die Liegefläche heraus. Das reduziert den Stress vor dem Eintreffen der Gäste enorm. Kein hastiges Verstauen von Zeitschriften und Fernbedienungen mehr, weil alles seinen festen Ort hat.