Meine Erste Eigene Wohnung: Die Industrial-Einrichtung, Die Alles Veraenderte
Aus Stadtwiki Strausberg
Habt ihr schon mal überlegt, ob die Wand überhaupt sauber ist? Ich habe einmal eine Küche gestrichen, und die alte Fettschicht hat die Farbe einfach abperlen lassen. Da half nur eine Grundierung mit Tiefengrund, die den Untergrund versiegelt. Bei neuen Wänden ist das oft nicht nötig, aber bei Renovierungen ein Muss. Ein anderes Problem: Wenn die Farbe auf der Rolle antrocknet, während ihr telefoniert. Dann gibt es hässliche Nasen. Mein Rat: Immer die Rolle nass halten und zwischendurch in eine Plastiktüte packen. Das Wände streichen erfordert Disziplin, aber das Ergebnis lohnt sich. Ich habe einmal eine ganze Wohnung in zwei Tagen gestrichen, weil ich die Vorbereitung perfekt hatte.
Die Wahl des Bezugsstoffs ist oft eine Frage des Lebensstils. Wenn Sie Haustiere haben oder kleine Kinder, sollten Sie auf abwaschbare Oberflachen setzen. Ein Stoff wie Mikrofaser oder ein fester Leinenbezug ist da praktisch. Fur alle, die Eleganz suchen, ist eine tapicerka welurowa eine wunderbare Option. Sie fuhlt sich samtweich an und verleiht dem Raum sofort eine warme Atmosphare. Allerdings muss man wissen, dass Velour Staub anzieht und regelmassiges Absaugen erfordert. Ich habe bei einer Kundin eine Kombination aus glatter Front und Velour an den Sitzflachen gesehen, die sowohl schon aussieht als auch pflegeleicht bleibt.
Der größte Fehler, den ich am Anfang machte, war, zu viel auf einmal kaufen zu wollen. Ich bestellte einen riesigen Kleiderschrank aus Metall, der den gesamten Flur blockierte. Er musste wieder raus. Stattdessen baute ich eine offene Kleiderstange aus einem alten Wasserrohr und zwei Flanschen. Sie hält meine Lieblingsstücke und wirkt wie ein Kunstobjekt. Die Schuhe stehen in einem schmalen Regal aus rohen Brettern darunter. So habe ich gelernt, dass weniger oft mehr ist, besonders in kleinen Räumen. Jedes Möbelstück muss eine Funktion erfüllen, aber auch eine Geschichte erzählen.
Das Bad war eine Katastrophe: winzig, mit einer alten Dusche und kaum Ablagefläche. Ich brauchte eine Lösung, die nicht nach Krankenhaus aussieht. Ein offenes Regal aus schwarzen Metallrohren und Holzbrettern, direkt über dem Waschbecken montiert, schafft Platz für Handtücher, Kerzen und eine kleine Pflanze. Die Handtücher sind aus grobem, ungebleichtem Baumwollstoff, der mit der Zeit weicher wird. An der Wand hängt ein großer Spiegel mit einem schmalen, schwarzen Metallrahmen. Er reflektiert das Licht von einem kleinen Fenster und lässt den Raum größer wirken. Sogar eine kleine wersalka, die ich eigentlich für den hatte, fand einen Platz im Bad – sie dient jetzt als bequeme Sitzgelegenheit zum Anziehen der Schuhe.
Ein häufiger Fehler ist, zu viele Möbel auf einmal zu kaufen. Fang lieber mit einem Element an, zum Beispiel einem offenen Kleiderständer. Danach kannst du nach und nach ergänzen, was wirklich fehlt. Ich habe mir eine Garderobe mit Rollen gebaut, die ich je nach Bedarf verschieben kann. So entsteht ein flexibles Ankleidezimmer im Schlafzimmer, das sich deinem Leben anpasst. Wenn du einmal umziehen musst, nimmst du einfach die Stange mit. Das spart Geld und Nerven, weil du nicht jedes Mal neu planen musst.
Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich den Schlüssel für meine erste eigene Wohnung auffrischen ohne Renovierung in der Hand hielt. Die Decken waren hoch, die Fenster riesig, aber der Raum fühlte sich kalt und unpersönlich an. Meine Freundin lachte und sagte: „Das wird eine Industrial-Einrichtung, oder?" Sie hatte recht. Die rohen Backsteinwände, der Betonboden und die dunklen Metallrahmen verlangten geradezu nach diesem Stil. Aber wie macht man aus einem leeren, hallenden Raum ein gemütliches Zuhause, ohne auf Funktionalität zu verzichten? Das war die erste Herausforderung, die ich lösen musste.
Ich hab in den letzten Jahren so viele Wände gestrichen, dass ich die Farbe manchmal nachts noch unter den Fingernägeln spüre. Vom winzigen Studio in Berlin bis zur Altbauwohnung mit drei Metern Deckenhöhe. Und immer wieder dieselben Fehler: zu dünn aufgetragen, die falsche Rolle, oder schlimmer noch, die Ränder sind ausgefranst. Dabei ist Wände streichen nicht schwer, wenn man ein paar Tricks kennt. Fangt immer mit der Decke an, das ist mein erster Rat. Sonst tropft die Farbe auf die frisch gestrichene Wand, und ihr müsst nochmal ran. Ich schwöre auf eine gute Abdeckfolie und Malerkrepp, das wirklich hält. Nichts ist ärgerlicher als Farbe unter dem Krepp, die dann sauber abziehen muss – das kostet Nerven und Zeit.
Die Raumaufteilung ist der Schlussel zum Erfolg. Messen Sie nicht nur die Grundflache, sondern auch die Hohe. In kleinen Schlafzimmern wirkt ein niedriges Bett optisch grosszugiger. Platzieren Sie das Bett nicht direkt vor der Tur, sondern an einer Wand, die nicht durchlaufig ist. Ich habe gelernt, dass ein Spiegel gegenuber dem Fenster den Raum heller und weiter erscheinen lasst. Nutzen Sie die Ecken mit offenen Regalen fur Bucher und Dekoration, aber ubertreiben Sie es nicht. Drei ausgewahlte Gegenstande wirken besser als zwanzig Kleinigkeiten. Die Farbe der Wande sollte hell sein, ein sanftes Grau Ecksofa oder Couch ein warmer Beigeton schaffen Ruhe.