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Strausberger Persönlichkeiten in der Geschichte

Aus Stadtwiki

Inhaltsverzeichnis

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Andreas Engel (16. November 1561–1589)
war Pfarrer, Inspektor und Chronist der Geschichte der Mark Brandenburg. Geboren in Strausberg und lange Zeit Pfarrer seiner Heimatstadt.

F

Carl Daniel Freydanck (1811-1887)
wird am 17.06.1811 in Berlin geboren. Freydancks beruflicher Werdegang beginnt mit der Ausbildung zum Maler an der Königlich Botanischen Zeichenschule mit dem Schwerpunkt Landschaftsmalerei. 1837 gehört der inzwischen als Ölmaler ausgebildete Carl Daniel Freydanck offiziell zu den Landschaftsmalern der KPM [Königlichen Porzellan Manufaktur]. Bis 1848 malt Freydanck die umfangreichste Ölbildserie, die jemals in dieser Manufaktur angelegt wurde. Zahlreiche dieser Verdutenporzellane sind erhalten geblieben. 1848 beendet Carl Daniel Freydanck seine Arbeit an der KPM. 1850 zieht er nach Strausberg. Er fertigt in dieser Zeit Auftragsgemälde in Öl an. 1867 annonciert er sein Fotoatelier vor dem Altlandsberger Tor.
Am 27. November 1887 verstirbt der bedeutende Porzellanmaler und wird in Strausberg beigesetzt.
Quelle: Carl Daniel Freydanck, Ein Vedutenmaler der KPM. - Berlin: Nicolai, 1987]


G

Michael Gartenschläger (13. Januar 1944–1976) war ein politischer Häftling in der DDR und Fluchthelfer. Er wurde durch ein Spezialkommando der DDR-Staatssicherheit erschossen, beim Versuch, Selbstschussanlagen an der Grenze abzumontieren.

H

Friedrich Wilhelm Haberkorn (1766-1848)
wird am 01. Juni 1766 als Sohn des Tuchmachermeisters Johann Gottlieb Haberkorn in Strausberg geboren. Seine berufliche Laufbahn beginnt 1786 als Postmeister in Strausberg. Mit Eröffnung des Landarmenhauses 1792 verändert sich seine berufliche Laufbahn. Er beginnt als Kontrolleur am Landarmenhaus, 1797 wird er Inspektor. 1811 wird das Schulwesen in Strausberg reorganisiert. Haberkorn gehört zu den Förderern. 1820 richtet er eine „Industrieschule“ für die Kinder der Insassen des Landarmen- und Invalidenhauses ein. 1815 erwirbt Haberkorn aus dem Park Friedrich Wilhelm Carl Schmettau in Garzin das Portal der Pyramide, welches er der Strausberger Marienkirche stiftet. Ebenso kauft er aus diesem Park eine Sandsteinskulptur für den Markt der Stadt. 1838 wird er als Oberinspektor pensioniert. In Würdigung seiner Verdienste erhält er 7/8 seiner Bezüge weiter. 1848 verstirbt Haberkorn in Strausberg.
Quelle: nach nicht veröffentlichtem Aufsatz von Herma Klar, Heimatmuseum Strausberg und Recherche Dipl.-Bibl Christa Wubderlich]


Lilo Hardel (22. Juni 1914– 26. August1999), deutsche Kinderbuchautorin, lebte seit den 1950er Jahren in Strausberg.
Johannes Haw (26. Mai 1871–1949)
war der Gründer des Johannesbundes Leutesdorf und Gründer der Ordensgemeinschaften der Johannesschwestern von Maria Königin und der Missionare vom heiligen Johannes dem Täufer. Lebte und wohnte während des Zweiten Weltkrieges in Strausberg.


Barbara Henniger (*9. November 1938), Karikaturistin und Buchautorin, lebt seit 1967 in Strausberg.

I

J

Sigmund Jähn (*13. Februar 1937)
, erster Deutscher im Weltall, lebt in Strausberg; erstmals zum Ehrenbürger ernannt im Jahre 1982, erneut im Jahr 2012, weil die vorhergehenden Ehrenbücher geschlossen worden waren.

K

Karl Alexander Ferdinand Kluge, Prof. Dr. med. und Geheimer Medizinalrat, (1782-1844)
wurde am 09. September 1782 in Strausberg geboren. Sein Vater war der Stadtchirurg Joh. Georg Fr. Kluge. Am 02. Mai 1800 beginnt Karl Alexander F. Kluge sein Medizinstudium in einer Bildungsanstalt für Militärärzte in Berlin. 1806 promoviert Kluge in Erfurt zum Dr. med., seiner medizinischen Laufbahn steht nichts mehr im Wege. 1814 wird er zum zweiten Direktor der chirurgischen Station und Entbindungsanstalt der Charité berufen. Im gleichen Jahr erfolgt die Ernennung zum Professor an der medizinisch-chirurgischen Akademie in Berlin. 1821 erhält Professur an der medizinischen – chirurgischen Militärakademie und zum außerordentlichen Professor der medizinischen Fakultät der Berliner Universität. Kluge gehört der Freimaurerloge an, war Vorsitzender Meister der Johannisloge. Bis zu seinem Tod am 26. Mai 1844 gibt er Vorlesungen an der Berliner Universität über Chirurgie, Geburtshilfe und Geschlechtskrankheiten. Bedeutende Publikationen sind : Der animalische Magnetismus als Heilmittel und ein Lehrbuch der Geburtskunde für Hebammen.
Quellen:
- Kirchenbuch der Kirche St. Marien Strausberg
- Mielich, Susanne, Karl Alexander Ferdinand Kluge (1782 - 1844), der animalische Magnetismus und heutige Hypnosekonzepte. 2009, Dissertation, Universität Regensburg



R

Gertrud Rossner (1903–1984): Sie praktizierte fünfzig Jahre als Kinderärztin in Strausberg und Umgebung und wurde 1976 Ehrenbürgerin der Stadt Strausberg.


S

Schliepmann, Hans - Pseudonym: Treubier, Eberhard -(1855-1929)
wird am 26.November 1855 in Strausberg als Sohn des Apothekers Otto Carl August Schliepmann geboren.
Bereits 1861 zieht die Familie nach Berlin. Nach Abschluss des Realgymnasiums studiert Hans Schliepmann an der Bauakademie Berlin. Sein beruflicher Werdegang geht vom Bauleiter über Regierungsbaumeister bis zum Magistrats-Oberbaurat. 1892 erscheint sein Buch „Betrachtungen über die Baukunst“. Seine belletristischen und lyrischen Werke werden meist unter seinem Pseudonym verlegt.
Eine Symbiose von Fach- und Romanliteratur bilden seine Artikel in der „Berliner Architekturwelt“. Ein kurzes Lesebeispiel gibt die Einleitung zum Artikel über den Architekten Alfred Grenander.
„Die Astronomen haben die Theorie aufgestellt, der Sonne Kraft werde immer wieder dadurch erneuert, daß Planeten in die glühenden Weltkörper hineinstürzen und ihre lebendige Stoßkraft in ungeheure Wärmemengen umsetzen.“ Schliepmann verstirbt am 20. November 1929 in Berlin.
Quelle: Kürschners Deutscher Literaturkalender, 1926, Berliner U-Bahn-Archiv


Wilhelm Sternbeck (1834-1893)
wird am 20. November 1834 in der Hebestelle Vierraden bei Schwedt geboren.
Seine Lehrzeit verbringt er in Eberswalde. 1859 besteht Wilhelm Sternbeck die Prüfung zum Betreiben einer selbständigen Buchdruckerei. Nach beruflichen Zwischenstationen u. a. in Belzig eröffnet er in der Breiten Straße [Großen Straße] 39 seine Buchdruckerei. Er bringt die erste Strausberger Zeitung, den „Märkischen Boten“ heraus. Dieser erscheint bis 1882. Sternbeck gerät zwischen die politischen Machtkämpfe der Liberalen und Konservativen in Strausberg. Ab 1880 erscheinen keine amtlichen Bekanntmachungen mehr in seiner Zeitung. Das ist das finanzielle Aus für ihn. Er verlässt mit seiner Familie 1882 Strausberg und arbeitet in einer Berliner Druckerei als Setzer, um seine Familie zu ernähren. Wilhelm Sternbeck verstirbt am 20. Dezember 1893 in Berlin.
Quelle: Räbiger, Jürgen: Zum 100. Geburtstag von Wilhelm Sternbeck, in Akanthus-Mitteilungen, 1993 ; 0]





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