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Grundnetz des staatlichen Nachrichtenwesens der DDR

Aus Stadtwiki Strausberg

Das Grundnetz des Staatlichen Nachrichtenwesens

Das Grundnetz des Staatlichen Nachrichtenwesens, kurz als GSN-Netz bezeichnet, hatte das alte marode Nachkriegs-Fernmeldenetz in der DDR zu ersetzen. Seine Errichtung wurde vom Nationalen Verteidigungsrat der DDR am 23.Oktober 1969 beschlossen. Die Hauptparameter des Netzes bestanden in der Errichtung von:

  • - 6 Fernmeldehaupttrassen in Ost-Westrichtung,
  • - 4 Fernmelderochaden in Nord-Südrichtung,
  • - einer hohen Dichte an Maschenverbindungen zwischen den Fernmeldehauptrassen und Rochaden,
  • - rd. 35 gebunkerten Übertragungsstellen an den Kreuzungspunkten,
  • - rd. 100 kategoriesierten Anschaltpunkten für die Anschaltung durch die Vereinten Streitkräfte.

Die Vorhaben für dieses Netzes konnten bis zur Wende nicht erfüllt werden, entsprechende Investitionen und Materialreserven standen insbesondere in den 80er Jahren nicht im ausreichenden Umfang zur Verfügung.


Literatur

  • Hans Werner Deim, Hans-Georg Kampe, Joachim Kampe, Wolfgang Schubert - Sachbuch "Die militärische Sicherheit der DDR im Kalten Krieg" - ISBN 978-3-932566-80-6
  • Joachim Kampe - "Wostok - die Nachrichtenzentrale im Zentrum der militärischen Macht der DDR", CD im pdf-Format; ISBN 3-932566-60-2

Weblinks