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Zweiter Weltkrieg

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In den dreißiger Jahren wurde in die Vorbereitungen und den Verlauf des Zweiten Weltkrieges auch Strausberg mit einbezogen.

Die meisten Fabriken der Stadt Strausberg hatten sich in der Zeit des Nationalsozialismus der Kriegsproduktion zu unterwerfen. 1935 wurde in der Hegermühlenstraße eine Munitionsfabrik unter der Tarnbezeichnung „Märkisches Walzwerk GmbH“ erichtet Die Bauarbeiten für einen Militärflugplatz und der dazugehörigen Kaserne im Nordosten der Stadt Strausberg begannen im Jahre 1936 an der heutigen Liegenschaft in Strausberg-Nord. Die Stadt musste das Gelände unentgeltlich abgeben, es musste aber mit eigenen Mitteln gekauft und auch teilweise durch Tausch von eigenen Grundstücken erworben werden.

1938 wurden die Synagoge und der jüdische Friedhof in der Jungfernstraße verwüstet und bei jüdischen Geschäften die Schaufenster eingeworfen.

Die Fliegerhorstkommandantur Strausberg wurde am 1. Oktober 1939 gebildet, und im November war der Fliegerhorst funktionsfähig. Ab Februar 1940 wurde Strausberg zum Aufstellungsort der III. Gruppe des Jagdgeschwaders 52. Die Jagdfliegerkräfte in Strausberg gehörten der Luftverteidigung Berlin an. 1944 arbeiteten über 1500 KZ-Insassen in der Munitionsfabrik.

Im April des Jahres 1945 flohen die meisten Bewohner der Stadt Strausberg aus der Stadt. Starker Artilleriebeschuss und Bombenangriffe richten in Strausberg sehr große Zerstörungen an. Es wurde am 20. April sehr häftig um den Flugplatz gekämpft, aber am nächsten Tag rückte die Rote Armee kampflos in die Stadt ein. Eine weiße Fahne wurde auf dem Rathaus der Stadt durch Georg Kurtze gehisst.

Antifaschisten bildeten einige Tage später einen neuen Magistrat und der Kommunist Otto Langenbach wurde als Bürgermeister durch den sowjetischen Kommandanten eingesetzt. Die meisten Bürger kehrten in den folgenden Monaten in die Stadt Strausberg zurück.


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